Le nozze di Figaro

"Conductor Kieran Staub led the Hastings Philharmonic Orchestra ensemble with precision and sensitivity, allowing the singers and orchestra to complement each other seamlessly." 
(Mark Aspen. August 2024. Patrick Shorrock)

 

"Under the baton of Kieran Staub, the chamber orchestra provided a vibrant and well-paced accompaniment, capturing the comedic and emotional nuances of Mozart's score."
(Fringe Review. August 2024. Stefan Janski)

Hippolyte et Aricie

"Under Kieran Staub the eighteenth-century composition is very interesting, full of varying speeds [...]. [...]  Nonetheless, Ensemble OrQuesta are pushing boundaries and championing up-close opera in its original language." 
(The Reviews Hub. August 2019. Maryam Philpott)
 

"Elsewhere, there is some untidiness in the singing and the energetic playing of the instrumental ensemble, but Kieran Staub’s conducting – like the staging as a whole – is vividly theatrical." 
(The Stage. August 2019. Yehuda Shapiro)


La Calisto

"The orchestra of five players, including the splendid music director Kieran Staub at the harpsichord, is quite remarkable, producing a fine baroque sound." 
(Plays To See. Februar 2020. Owen Davies) 
 
"A stunning performance! The orchestra of fine musicians was expertly led from the harpsichord by Kieran Staub"
(Audience Club. Januar 2020. Jackie Sanjana)


Musik als Erlebnis

Kieran Staub ist Repetitor mit Dirigierverpflichtung am Landestheater Coburg

Ein Beruf mit Musik sollte es in jedem Fall sein, das wusste Kieran Staub schon sehr früh. Aber er will nicht nur die Noten zum Klingen bringen, sondern auch Menschen an diese Töne heranführen, sie möglichst dafür begeistern. Das tut der Pianist und Dirigent derzeit als Solo-Repetitor mit Dirigierverpflichtung am Landestheater Coburg.
„Einpauker“ nennen Jura-Studenten einen Repetitor, und ein klein wenig habe auch seine Tätigkeit davon, sagt der nordirisch-deutsche Musiker. Wenn er mit den Sängern vor Beginn der szenischen Proben ihre Rollen einstudiert, übernehme er für das aufzuführende Werk „die Perspektive des Orchesters und des Gesamtbildes“. Hier übernimmt er am Klavier stellvertretend den Orchesterpart, doch auch der „Tastendienst“ an Cembalo oder Klavier im Orchester, Dirigate, Proben, Konzerte und eben Opernaufführungen gehören zu seinen Aufgaben.
Zunächst hat Kieran Staub in Freiburg Schulmusik studiert, ist dann aber zum Studium Orchesterleitung gewechselt, weil es doch die Oper sein sollte. In Freiburg „konnte ich viel Erfahrung sammeln“, erzählt er, ebenso im österreichischen Linz und in der freien Künstlerszene im Großraum London. All diese Bausteine kann er nun am Landestheater Coburg einsetzen, wobei das Ziel klar ist: der Kapellmeister. Dabei ist ihm nicht der Titel wichtig, sondern vielmehr die Tätigkeit: „Musik zu machen, zu gestalten, auch zu kreieren.“
Das konnte der junge Musiker bereits als Leiter von Kinderopern am Landestheater. Das sei ja ein vielfältiger Begriff, könne Oper für, aber auch von Kindern meinen oder auch die Institution selbst. Ihm liegt besonders am Herzen, Freude an der Musik zu wecken, Kinder und die sie begleitenden Eltern für dieses wichtige Element zu begeistern, ob aktiv oder passiv. „Da immer weniger Musik gespielt oder gesungen wird, ist es wichtig, Musik als Erlebnis spürbar zu machen, auch körperlich.“ Wenn das dann jemanden motiviert, in einem Chor mitzusingen, umso besser; aber auch wenn er als Zuhörer gewonnen wird, sei das wichtig.
Den Spielplan gestalten andere, aber er hat als Leiter einer Produktion eine komplexe Aufgabe zu leisten. Das beginnt mit Aufnahmen, dem Libretto, dem Notenmaterial, das es zu einem Werk gibt, das dann „mit den Menschen vor Ort gemeinsam erarbeitet wird. Und ganz wichtig natürlich: sich in das entsprechende Publikum hineinzuversetzen.
In der Tradition seines angestrebten Berufs kennt sich Kieran Staub gut aus. „Früher war es selbstverständlich, dass Kapellmeister auch komponierten“, heute habe sich das verschoben. Er aber will sich nicht nur in die Musik anderer Komponisten einspüren, sondern selbst als kreativer Mensch tätig sein. Diesen Blickwinkel neben dem Dirigieren selbst einzunehmen, gehört für ihn „zu einem gewissen Grad zusammen“.

das Orchester_Magazin für Musiker und Management, Ausgabe 9/24, Ute Grundmann


Die Zauberflöte für Kinder und Erwachsene


Zum Abschied aus Coburg Happy End mit Mozart

Coburg – Wie Bernhard F. Loges „Die Zauberflöte für Kinder und Erwachsene “ als letzte Neuinszenierung des Musiktheaters dieser Saison in der Coburger Reithalle inszeniert.
Popularität kann manchmal allzu leicht in die Irre führen. Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ ist ein Werk, das für die Ohren des Publikums wie eine Hit-Parade mit vielen bekannten Stücken klingen kann. Für die Regie aber bietet „Die Zauberflöte“ und ihr bisweilen widersprüchliches Libretto manche Schwierigkeiten.
„Für Kinder und Erwachsene“

Fünf Jahre nach der damals durchaus umstrittenen Eröffnungs-Premiere seiner Coburger Amtszeit in der Regie von Philipp Westerbarkei präsentierte Intendant Bernhard F. Loges seine eigene Inszenierung der „Zauberflöte“ in der Fassung von Christian Boesch und Klaus Nagora ganz bewusst unter dem Titel „Für Kinder und Erwachsene“. Denn diese konsequent reduzierte Version enthält nicht nur Ausschnitte des Originals, sondern bietet trotz der Kürze die meisten wesentlichen Elemente von Mozarts Singspiel.

Umsichtiger Dirigent

Diese „Zauberflöte“ verzichtet fast vollständig auf gesprochene Dialoge. Konsequent vertraut Loges als Regisseur auf die Spielfreude seines homogenen Ensembles und auf die Ausdruckskraft der Musik, die sich auch in dieser gekürzten Fassung sehr wirkungsvoll entfaltet. Unter der umsichtig gestaltenden Leitung von Kieran Staub bringt das Kammerorchester mit solistisch besetztem Streichquintett sowie solistischem Holzbläserquartett und Celesta einen erstaunlich großen Teil der ursprünglichen Ausdruckspalette zum Klingen.

Märchenhaftes Bühnenbild

Die Ausstattung von Ana Tasic betont das Märchenhafte des Stückes, zaubert warme Farben und sprechende Kostüme auf die Bühne, die das Quintett der Hauptdarsteller von der ersten Szene an mit Leben füllt. Mit seinem lyrischen Tenor beeindruckt Jaeil Kim als Prinz Tamino ebenso wie Francesca Paratore mit lyrischem Sopran, die als Doppelrolle Pamina und Papagena gestaltet.

Als Königin der Nacht serviert Joanna Stark treffsicher Spitzentöne, den Sarastro singt Bartosz Araskiewicz mit würdiger Basstiefe. Ins Zentrum aber spielt sich Simon van Rensburg als Papageno mit kaum zu bremsendem darstellerischen Elan.

Mozarts bezaubernde Musik

Das Finale dieser „Zauberflöte“ auf der Studiobühne in der Reithalle – ein wolkenloses Happy End mit Mozarts bezaubernder Musik. Ein Musiktheater-Happy End aber auch für die fünfjährige Coburger Amtszeit von Intendant Bernhard F. Loges.

[…]

Besetzung
Königin der Nacht/Dame/Knabe: Dimitra Kotidou/Joanna Stark
Tamino: Jaeil Kim
Papageno: Daniel Carison/Simon van
Rensburg
Pamina/Papagena: Francesca Paratore
Sarastro/Priester/Sprecher: Bartosz Araszkiewicz
Dame/Knabe: Rannveig Káradottir
Dame/Knabe: Emily Lorini
Produktionsteam
Musikalische Leitung: Kieran Staub
Regie: Bernhard F. Loges
Bühne und Kostüme: Ana Tasic
Dramaturgie: André Sievers

Fränkischer Tag. 7.5.23. Jochen Berger


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TVO-Videobeitrag